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Selbst Banker sollten sich jetzt um die Biodiversität sorgen

Infosperber
Selbst Banker sollten sich jetzt um die Biodiversität sorgen

Themen: Umwelt, Wirtschaft/Finanzen, Wissenschaft

Regionen: International, International Unbestimmt

Eine internationale Forschungsgruppe fordert, Risiken aus Biodiversitätsverlust und Naturzerstörung in die Bonitätsbewertungen von Staaten aufzunehmen. Die Forschenden erweiterten die Methodik von S&P Global für 23 Länder mit Szenarien zu Fischerei, natürlicher Bestäubung und tropischer Forstwirtschaft. In diesen Ländern leben zusammen 5,5 Milliarden Menschen. Im Szenario eines teilweisen Ökosystemzusammenbruchs würden Bestäubung und Erträge der Meeresfischerei um je 90 Prozent fallen, während 88 Prozent tropischer Wälder zu Savanne würden. Die globale Wirtschaftsleistung läge dann jährlich um 2 Billionen Dollar tiefer. Die Kreditwürdigkeit Indiens könnte um vier, jene Chinas um 5,5 Stufen sinken. Daraus ergäben sich jährlich 49 Milliarden Dollar höhere Zinskosten für Indien und 70 Milliarden für China; für alle untersuchten Länder zusammen bis zu 162 Milliarden Dollar. Die Werte sind Szenarien und keine Prognosen. Besonders betroffen wären stark von Naturressourcen abhängige Länder.

www.infosperber.ch

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