Themen: Kultur/Feuilleton
Regionen: International, International Unbestimmt
Capucine Trochet überquert den Atlantik auf der Tara Tari, einem nur wenige Meter langen ehemaligen Fischerboot aus Bangladesch. Das aus Jute und Recyclingmaterial gebaute Schiff hat weder Motor noch technische Ausrüstung. Für die Navigatorin, die wegen einer seltenen Krankheit ihre Beine nicht vollständig nutzen kann, wird die mehrmonatige Fahrt bis zu den Antillen zum Aufbruch aus dem hektischen Pariser Alltag und zu einer persönlichen Bewährungsprobe. Ihre Krücken erhalten an Bord eine neue Funktion: Sie stützen den Mast. Stürme, Enge und depressive Momente prägen die Reise, während fliegende Fische, Delfine und die Tropen ihr Trost geben. Olivier Weber liest «Tara Tari, mes ailes, ma liberté» als Seefahrts- und Resilienzgeschichte in der Tradition Bernard Moitessiers. Der Band steht in einer Auswahl von fünf Büchern über Aufbruch, Langsamkeit, Erinnerung, Grenzen und Widerstand gegen Enge.