Themen: Wirtschaft/Finanzen, CH-Politik
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt
UBS-Chef Sergio Ermotti bezeichnet den laufenden parlamentarischen Prozess zur Bankenregulierung als entscheidend für die Zukunft der Bank und des Schweizer Finanzplatzes. Anlässlich der Quartalszahlen kritisierte er insbesondere das Ergebnis der Ständeratsberatungen vom September als besorgniserregend. Der jüngste Regulierungsvorschlag berücksichtige die in der Vernehmlassung geäusserten Bedenken nach seiner Darstellung nicht ausreichend und verschärfe die bereits strengen Kapitalanforderungen unverhältnismässig. Ermotti fordert eine Lösung, die Finanzstabilität, Schutz der Steuerzahlenden und internationale Wettbewerbsfähigkeit verbindet. Eine Eigenkapitalunterlegung der Auslandstöchter von 50 Prozent hätte er für ausgewogener gehalten. Welche Konsequenzen die UBS bei einer aus ihrer Sicht zu strikten Regulierung ziehen könnte, liess er offen. Die Bank werde den Dialog mit dem Parlament fortsetzen und dabei die langfristigen Interessen von Aktionären, Kunden und Mitarbeitenden schützen.