Themen: KI/Digital, Technologie
Regionen: Schweiz, Tessin
Die Tessiner Kantonsverwaltung hat nach einer Warnung des Bundesamts für Cybersicherheit mehrere Online-Dienste vorsorglich vorübergehend deaktiviert. Betroffen sind Plattformen, die eine kritische Sicherheitslücke in der weit verbreiteten Programmiersprache PHP aufweisen könnten. Welche Dienste abgeschaltet wurden, teilte die Verwaltung nicht mit. Sie will sie wieder in Betrieb nehmen, sobald die notwendigen Schutzmassnahmen umgesetzt sind; ein Termin wurde nicht genannt. Das Bundesamt berichtet von zwei Schwachstellen, über die Angreifer auf verwundbaren Servern ohne Authentifizierung Schadcode ausführen könnten. Sicherheitsupdates seien verfügbar, und neben Webservern müssten auch Anwendungen sowie Geräte mit eingebettetem PHP geprüft werden. Auch in Deutschland, Frankreich und den USA reagierten Behörden: Deutsche Länder, Gemeinden, Hochschulen und Spitäler nahmen Dienste teils vom Netz, französische Präfektur-Websites wurden präventiv in Wartung versetzt. Die NSA empfiehlt ebenfalls rasche Updates oder, falls dies nicht möglich ist, das Abschalten betroffener Websites.