Themen: Leben, Gesundheit
Regionen: Schweiz, Zentralschweiz
Ein Mann Anfang dreissig vermeidet zunehmend Sex, weil er unter vorzeitigem Samenerguss leidet und sich dafür schämt. Seine Partnerin deutet seinen Rückzug zunächst als fehlende Anziehung und sucht die Schuld bei sich. Aus einem körperlichen Problem wird so eine Belastung für die Beziehung. Der Mann beschreibt starken Leistungsdruck und die Angst, nicht lange genug durchzuhalten. Dadurch konzentriert er sich stärker auf Kontrolle als auf Körperwahrnehmung und Nähe. In der Therapie geht es darum, das Tempo zu reduzieren, eigene Empfindungen wieder wahrzunehmen und kein sofortiges Ergebnis zu erwarten. Einige Wochen später spricht er mit seiner Partnerin offen über die Situation. Sie reagiert ohne Vorwürfe, und beide lassen sexuelle Nähe langsamer und ohne festes Ziel zu. Der entscheidende Schritt ist nicht eine sofortige Lösung, sondern weniger Schweigen und Druck.