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Sie putzen jetzt 19 statt 14 Stunden, um die Prämien zu zahlen

Infosperber
Sie putzen jetzt 19 statt 14 Stunden, um die Prämien zu zahlen

Themen: Gesundheit, Ungleichheit, Wirtschaft/Finanzen

Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt

Haushaltshilfen mit Mindestlohn müssen 2027 im kantonalen Schweizer Durchschnitt 18,9 Arbeitsstunden pro Monat aufwenden, um die mittlere Prämie der obligatorischen Krankenpflegeversicherung zu bezahlen. Vor 15 Jahren waren es 14,4 Stunden. Die Belastung steigt damit trotz individueller Prämienverbilligungen um 31 Prozent beziehungsweise 4,5 Stunden. Bund und Kantone unterstützen Personen mit tiefen Einkommen jährlich mit rund sechs Milliarden Franken, doch diese Hilfe reicht laut der angeführten Auswertung nicht aus, um den Kaufkraftverlust zu verhindern. Die tatsächlich verrechneten durchschnittlichen Erwachsenenprämien liegen 2027 laut Bundesamt für Gesundheit 64 Prozent über dem Stand von 2011; der Mindestlohn in der Hauswirtschaft erhöhte sich im selben Zeitraum um lediglich 12 Prozent. Ohne Verbilligungen wären acht zusätzliche Arbeitsstunden nötig. Je nach Kanton unterscheiden sich die Folgen deutlich: In Freiburg ist mehr als doppelt so viel Arbeitszeit nötig, im Wallis 89 Prozent mehr, in Bern 54 Prozent und in Basel-Landschaft 53 Prozent mehr. In Tessin, Appenzell Innerrhoden, Zug und Waadt sinkt die nötige Arbeitszeit dagegen.

www.infosperber.ch

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