Themen: Umwelt, Gesellschaft
Regionen: Schweiz, Zentralschweiz
Die Feldhasenbestände im Kanton Zug sind besonders im Talgebiet sehr tief, in einzelnen Gebieten fehlen Nachweise ganz. Als Hauptgrund gilt der Verlust strukturreicher Kulturlandschaften durch intensive Nutzung: Brachen, Hecken, Säume, Obstbäume und extensiv bewirtschaftete Wiesen sind zurückgegangen. Auch die als Landschaft des Jahres ausgezeichnete Lorzenebene bietet Feldhasen heute wenig geeigneten Lebensraum. Freilaufende Hunde können die Lage zusätzlich verschärfen. Wildtierbiologe Darius Weber bezeichnet dies vor allem als Störungsproblem: Erwachsene Feldhasen entkommen meist, ziehen sich bei regelmässiger Störung jedoch in ruhigere Gebiete zurück. Junghasen drücken sich dagegen am Boden und können in Feldern oder Wiesen von Hunden getötet werden. Weber fordert deshalb, Hunde ganzjährig aus Feldern und Wiesen fernzuhalten. Im Kanton Zug gilt im Wald von April bis Juni Leinenpflicht. 2024 wurden sechs, 2025 ein durch Hunde verletzte oder getötete Rehe registriert; die verantwortlichen Tiere blieben unbekannt.