Themen: Gesundheit, Wissenschaft
Regionen: International, International Unbestimmt
Das Dossier untersucht kritisch medizinische Früherkennungsprogramme und deren mögliche Schäden. Im Zentrum stehen Screenings auf Haut-, Brust-, Prostata- und Darmkrebs. Mehrere Beiträge verweisen auf Überdiagnosen: Tests können Veränderungen oder Tumore entdecken, die keine Beschwerden verursacht hätten, aber Folgeuntersuchungen, Operationen und Behandlungen auslösen. Für Hautkrebs-Screenings wird berichtet, dass die Sterblichkeit mit und ohne Programm gleich sank. Bei Mammografie und PSA-Tests thematisieren die Beiträge fehlende oder geringe Nutzenbelege sowie Risiken wie unnötige Eingriffe, Impotenz oder Inkontinenz. Auch kommerzielle Ultraschallangebote in der Schwangerschaft und neue Bluttests zur Krebsfrüherkennung werden kritisch behandelt. Studien zu längeren Intervallen bei Darmspiegelungen werfen die Frage auf, ob Untersuchungen seltener nötig wären. Das Dossier kritisiert zudem Lobbying, einseitige Information und irreführende statistische Aussagen. Kernfrage bleibt, ob ein Test tatsächlich Leben verlängert oder mehr schadet als nützt.