Themen: Gesellschaft, Leben, Wirtschaft/Finanzen
Regionen: Schweiz, Bern/Freiburg
Das Berner Marzilibad verzeichnete 2025 insgesamt 895’170 Eintritte. Für Personal, Miete, Wasser und weitere Betriebskosten gab die Stadt 1’871’000 Franken aus. Einnahmen von 158’000 Franken aus Kästli- und Garderobenmieten reduzieren den Aufwand rechnerisch auf rund 1.90 Franken pro Eintritt. In dieser Berechnung fehlen Einnahmen und Ausgaben des verpachteten Badibeizlis sowie Overhead- und Verwaltungskosten. Ebenfalls nicht enthalten sind die Kosten der Gesamtsanierung, für die die Stimmberechtigten mehr als 66 Millionen Franken bewilligten. Der Gratiszugang zu den Sommerbädern ist in Bern seit langem verankert. Die Direktorin für Bildung, Soziales und Sport, Ursina Anderegg, bezeichnet die Bäder als Begegnungsorte für Quartier und Stadt, die auch Familien mit knappem Budget zugutekommen. Die Stadtregierung entschied sich vor über 30 Jahren trotz angespannter Finanzen grundsätzlich für Gratis-Freibäder; darauf soll nur in grosser Not verzichtet werden.