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«Solange wir leben,sollten wir uns äussern»

PS Zeitung
«Solange wir leben,sollten wir uns äussern»

Themen: Ukraine Krieg, Krieg&Frieden, Kultur

Regionen: International, Russland/Eurasien

Masha Alyokhina, Alina Petrova, Taso Pletner und Eric Breitenbach sprechen vor der Zürcher Aufführung von «Riot Days» über politische Repression in Russland, Flucht und den Krieg in der Ukraine. Alyokhina sagt, viele Menschen hätten Russland verlassen, andere seien nach gescheiterter Flucht zurückgekehrt und würden wegen Social-Media-Beiträgen gegen den Krieg inhaftiert. Die Gruppe will mit ihrer seit Jahren gespielten Show auf politische Gefangene und Gewalt aufmerksam machen. Pletner berichtet, er sei in Abwesenheit zu elf Jahren Haft verurteilt worden und kämpfe in Deutschland um die Verlängerung seines Visums. Die Beteiligten kritisieren, dass mediale Aufmerksamkeit oft nicht zu anhaltendem Interesse für Betroffene führe. Alyokhina schildert Hungerstreiks als harte, aber wirksame Protestform, sofern sie öffentlich wahrgenommen würden. «Riot Days» verbindet Dokumentarfilm, Performance, Erzählung und Konzert. Breitenbach versteht die Aufführung auch als Bildungsarbeit über Russland, die Ukraine und die Gefahr autoritärer Entwicklungen. Die Show ist am 24. September im Dynamo Zürich angekündigt.

PS Zeitung

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