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Somaliland, tierra de desplazados de guerra (1/4)

Sept

Themen: Krieg&Frieden, Migration/Asyl, Gesellschaft

Regionen: International, Afrika

Sahra Abdullay floh mit ihren sechs noch lebenden Kindern aus Mogadischu in das rund 1500 Kilometer entfernte Somaliland. Al-Shabaab hatte 2013 ihren ältesten Sohn entführt; nach seiner Flucht erschossen die Islamisten ihn und seine Schwester, die schwanger war. Die Mutter fürchtet weiterhin um ihre Kinder, die in Hargeisa Schuhe putzen, während sie selbst Reinigungstätigkeiten sucht. Zuvor war sie Lehrerin in Mogadischu. Die Familie lebt im informellen Lager Nasahablod auf den Anhöhen von Hargeisa, der Hauptstadt des international nicht anerkannten Somaliland. Dort hausen etwa 300 Familien in Hütten aus Holzpfählen, Blech, Planen und Stoffresten, ohne Wasser und Elektrizität. Fast alle Bewohnerinnen und Bewohner seien mindestens vor einem Krieg geflohen. Das Lager steht beispielhaft für die vielen Vertriebenen, Asylsuchenden und irregulären Migrantinnen und Migranten, die in Somaliland trotz extremer Armut Schutz suchen, weil dort Frieden herrscht.

www.sept.info

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