Themen: Kultur/Feuilleton
Regionen: International, International Unbestimmt
Osvalde Lewats zweiter Roman «Un Corps indocile» folgt dem jungen Modeschöpfer Dieunedort Deffo Deffo auf einer Reise zwischen Paris, seinem fiktiven Herkunftsland Zambuena und Dengfeshan in China. Deffo führt in Paris das Atelier Route du Haut Fenn, benannt nach seiner Heimatregion, und entwirft seltene Stücke aus traditionellen, kostspieligen und schwer verarbeitbaren Stoffen. Trotz einer anspruchsvollen Kundschaft ist seine finanzielle Lage prekär. Er liebt Merveille, eine unabhängige Frau aus einer wohlhabenden belgisch-kongolesischen Familie. Eine schmerzhafte Erkrankung in der Leiste beeinträchtigt jedoch seine Arbeit und sein Selbstverständnis. Nach erfolglosen traditionellen und medizinischen Behandlungen verkauft er sein Atelier und kehrt nach Zambuena zurück, um sich dem Initiationsritus Bwiti zu unterziehen. Der Roman eröffnet mit der Information, dass Deffo einen Mann getötet hat. Zwei Erzählstränge führen rückblickend zum Verbrechen und begleiten ihn auf seinem Weg zu einer turbulenten, dynamisch erzählten Erlösung.