Themen: Partei-Politik, CH-Politik, Innen-Politik
Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur
Der Zürcher Kantonsrat hat Birgit Tognella von der SP in die 15-köpfige Geschäftsleitung gewählt. FDP-Fraktionspräsident Claudio Zihlmann beantragte zuvor, das Wahlgeschäft abzusetzen oder zu verschieben. Er verwies auf Berichte über ein mutmasslich tätliches Vorgehen Tognellas bei einem Streit in einer Tiefgarage. Kantonsratspräsidentin Romaine Roggenmoser von der SVP setzte das Traktandum trotz Kenntnis des Vorwurfs nicht ab. Auch Markus Schaaf von der EVP, Präsident der Interfraktionellen Konferenz, sah keinen Handlungsbedarf. Die Konferenz bereitet Wahlgeschäfte vor und hätte eine Verschiebung beantragen können. Schaaf kritisierte im Rat sowohl die veröffentlichende Plattform als auch FDP-Ratskollegin Corinne Hoss, die ihn über den Vorfall informiert hatte. Das Co-Präsidium der SP äusserte sich in der Debatte nicht. Tognella gab ebenfalls keine persönliche Erklärung ab. Die Geschäftsleitung gilt als bedeutendes Machtzentrum des Parlaments und möglicher Schritt in Richtung Ratspräsidium.