Themen: Migration/Asyl, Wirtschaft/Finanzen, Gesellschaft
Regionen: International, Europa
Spanien hat eine ausserordentliche Aufenthaltslegalisierung für irreguläre Migrantinnen und Migranten gestartet. Mehr als eine Million Menschen stellten bis zum Vortag einen Antrag auf «Regularización»; rund ein Drittel wurde bereits bewilligt. Voraussetzung ist, dass Antragstellende seit ungefähr einem Jahr im Land leben und nicht vorbestraft sind. Die Massnahme basiert auf einer Volksinitiative mit mindestens 700'000 Unterschriften und einem Dekret des Königs, nicht auf einem Parlamentsgesetz. Ob sie vor Gericht Bestand hat, ist offen; auch in der Bevölkerung ist die Haltung laut Umfragen gespalten. Viele Betroffene stammen aus Lateinamerika, besonders aus Kolumbien und Venezuela, sprechen Spanisch und arbeiten bereits in Landwirtschaft, Pflege oder Gastronomie. Der Text verweist darauf, dass schätzungsweise 70 Prozent der Arbeitskräfte in Spaniens Landwirtschaft undokumentierte Migranten seien. Spanien altert stark und ist für wirtschaftliches Wachstum auf Zuwanderung angewiesen, doch reguläre Einreisewege bleiben begrenzt.