Themen: Kultur/Feuilleton, Gesellschaft
Regionen: International, International Unbestimmt
Heidi Klum feiert das 25-Jahr-Jubiläum ihrer Halloweenparty in New York als überdimensionale abgehackte Hand. Ihr Gesicht blickt aus dem verletzten Handgelenk; fünf inszenierte Sicherheitsleute begleiten sie auf den Teppich. Die Verwandlung folgt auf frühere Kostüme als Wurm, E. T., Pfau und Medusa. Sophie Wagner sieht darin einen Widerspruch: Klum, deren Karriere auf ihrem Aussehen beruht und die bei «Germany’s Next Topmodel» seit über zwanzig Jahren Körper junger Mädchen kommentiert, investiert grossen Aufwand, um einmal hässlich zu sein. Auch Hollywood-Stars würden sich für Filmrollen gezielt unattraktiv machen, etwa mit Fettanzügen, Prothesen oder aufgeklebten Aknenarben. Solches «Deglamorizing» lasse sie nahbar erscheinen, ohne dass sie es tatsächlich seien. Bei Klums Kostümen bleibe entscheidend, dass hinter Latex und Silikon die schöne Heidi erkennbar sei.