Themen: Wirtschaft/Finanzen, Gesellschaft, KI/Digital
Regionen: Schweiz, Bern/Freiburg
Spiez führt das Bezahlsystem Verd ein, nachdem sich bereits Adelboden und Reichenbach im Berner Oberland angeschlossen haben. Nach Angaben von Gewerbeverband und Spiez Marketing nutzen bereits 25 Spiezer Unternehmen das System. Verd funktioniert mit einer Bezahlkarte, die an bestehenden, mit dem Schweizer Standard ep2 kompatiblen Terminals eingesetzt werden kann. Für die angeschlossenen Geschäfte sollen deutlich tiefere Transaktionsgebühren als bei herkömmlichen Kartenanbietern anfallen, ohne zusätzliche Infrastruktur-, Monats- oder Jahreskosten. Als Schweizer Genossenschaft zahlt Verd die Hälfte der Gebühren an die Wohnsitzgemeinde der Karteninhaber zurück. Spiez gründet dafür mit Gewerbeverband, Spiez Marketing und Gemeinde einen administrativen Verein. Dieser verwaltet die Rückflüsse und organisiert jährlich eine Abstimmung der Genossenschafter über deren Einsatz, etwa für Spielplätze, Ludotheken oder andere Gemeinschaftsprojekte. Die Beteiligten verbinden damit auch die Hoffnung auf mehr lokalen Zusammenhalt.