Prometheus: Der unabhängige Medienspiegel der Schweiz

Seite wird geladen …

Zum Inhalt springen
Zurück zur Übersicht

Spionage-Risiko bei der Bundeswehr

Correctiv Schweiz
Spionage-Risiko bei der Bundeswehr

Themen: Technologie, Geopolitik, KI/Digital

Regionen: International, Europa, China

Die Bundeswehr nutzt trotz früherer Warnungen weiterhin Drohnen des chinesischen Herstellers DJI für Übungen und Routineaufgaben. Inspekteur Martin Schelleis hatte ihren Einsatz 2023 wegen möglicher Datenabflüsse nach China untersagt, doch die Task Force Drohne erlaubte 2024 acht DJI-Modelle wieder. Im November 2024 bestellte die Truppe 500 Drohnen des Typs Matrice M30T. Das Verteidigungsministerium betont, die Geräte würden nur auf militärischen Liegenschaften und Übungsplätzen eingesetzt, nicht mit sensiblen Informationen verarbeitet und ohne Internetverbindung betrieben. Recherchen zufolge besitzen die Drohnen jedoch eine Blackbox, die Flugbewegungen und GPS-Koordinaten speichern kann. Ein interner Bericht beschreibt mögliche Datenabflüsse etwa über Mobilfunk oder bei Reparaturen. Für die Beschaffung wurden offenbar übliche Zulassungen durch IT-Akkreditierungsstelle und Luftfahramt nicht verlangt. Die Bundeswehr verweist auf fortlaufende Risikobewertungen und organisatorische Schutzmassnahmen.

Correctiv Schweiz

Zum Originalartikel