Themen: Klima&Energie, Technologie
Regionen: International, Europa
Deutschland hat Mietenden und Wohnungseigentümerschaften den Betrieb kleiner Balkonsolaranlagen weitgehend erleichtert. Ein Zwei-Panel-Kit kostet laut Darstellung rund 300 Euro, wird am Balkongeländer angebracht, in eine Steckdose eingesteckt und online beim Netzbetreiber registriert. Die Inbetriebnahme soll etwa eine Woche dauern und jährlich bis zu 180 Euro Stromkosten sparen. Grundlage ist die EU-Richtlinie für erneuerbare Energien von 2023, deren Artikel 21 Eigenproduktion, Speicherung und Verkauf von Solarstrom ermöglichen soll. Das deutsche Solarpaket von 2024 erlaubt Vermieterschaften eine Ablehnung nur bei nachgewiesenen Sicherheitsrisiken, erheblichen optischen Veränderungen oder echten Gebäudeschäden. Ende 2025 waren in Deutschland mehr als 1,2 Millionen Balkon-Kits registriert. In Spanien gelten für solche Vorhaben oft Regeln für grössere Dachanlagen und Entscheide der Eigentümerversammlung. In Grossbritannien ist der Anschluss zwar möglich, muss aber durch zertifizierte Elektriker direkt an die Verbraucherzentrale erfolgen; das Einstecken in eine normale Steckdose bleibt nicht regelkonform.