Themen: Wissenschaft, Klima&Energie, Technologie
Regionen: International, Europa
Ozeandaten aus Sensoren, Satelliten, Bojen und Messplattformen bilden eine Grundlage für Wetterwarnungen, Schifffahrt, Ernährungssicherheit und die Berechnung der Meereserwärmung. Das seit 1991 bestehende, von der UNO unterstützte Global Ocean Observation System sammelt unter anderem Werte zu Temperatur, chemischer Zusammensetzung, Biodiversität, Strömungen, Salzgehalt und Wärmeflüssen. Die Datenerhebung geriet jedoch unter Druck: Während der Covid-19-Pandemie sank das Datenvolumen, und in Europa führten stagnierende Budgets sowie höhere Technologiekosten 2023 und 2024 zu rund 100 weniger eingesetzten Messbojen. Dies verringerte den EU-Beitrag um 5 Prozent. Nachdem die USA im Juni mit dem Abbau ihres rund 338 Millionen Euro teuren Ocean Observatories System gedroht hatten, kündigte die EU am 16. Juni 338 Millionen Euro für den Meeresschutz an. Zudem startete sie OceanEye für bessere Datengouvernanz und neue Technologien. Fachleute fordern dennoch langfristige, international koordinierte Finanzierung unter Einbezug von Staaten, Forschung, Wirtschaft, Militär und NGOs.