Themen: Wirtschaft/Finanzen
Regionen: International, Europa, China
BMW will laut Informationen aus Unternehmenskreisen bis Ende kommenden Jahres 8'000 Arbeitsplätze streichen. Der Abbau soll vor allem Verwaltungen und Entwicklungsbereiche in Deutschland betreffen, während die direkte Produktion eher ausgenommen werden soll. Das Unternehmen äusserte sich nicht zu den Angaben. Nach Einschätzung eines Insiders verschärft der Einbruch im China-Geschäft den wirtschaftlichen Druck auf den Konzern. Lokale Hersteller wie BYD und Xpeng gewännen dort mit Kampfpreisen Marktanteile auf Kosten deutscher Hersteller. Die deutschen BMW-Werke seien zwar gut ausgelastet, indirekte Bereiche würden jedoch als zu gross bewertet. Der neue Vorstandschef Milan Nedeljković habe nach seinem Amtsantritt im Mai Gespräche mit dem Betriebsrat geführt; binnen sechs Wochen seien Grundzüge eines Sparpakets vereinbart worden. BMW folgt damit einem Branchentrend: Auch Volkswagen und Mercedes planen umfangreiche Einschnitte beim Personal und der Produktion.