Themen: Wirtschaft/Finanzen, Gesellschaft
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt
Tamedia hat nach einer Protestkundgebung in Zürich die Gespräche über Entlassungen aufgenommen und hält am geplanten Stellenabbau fest. Rund 400 Mitarbeitende, Kolleginnen und Kollegen sowie Leserinnen und Leser hatten am Vortag vor dem Sitz des Medienkonzerns demonstriert. Unterstützung kam unter anderem von Zürcher Stadtpräsident Raphael Golta sowie den SP-Politikern Cédric Wermuth und Jacqueline Badran. Fünf Stunden nach der Kundgebung erhielten erste Betroffene Einladungen zu Gesprächen über ihre Kündigung. Insgesamt verlieren 41 Personen ihre Stelle, davon 28 in der Deutschschweiz und 13 in der Romandie. Vor zwei Wochen hatte Tamedia den Abbau von 34 Vollzeitstellen in den Redaktionen angekündigt. Die Geschäftsleitung verweist auf tiefgreifende Veränderungen im Schweizer Medienmarkt und ein Missverhältnis zwischen Erträgen und Strukturen. Das Personal fordert, natürliche Abgänge durch Pensionierungen vorrangig nicht zu ersetzen.