Themen: Wirtschaft/Finanzen, Gesellschaft
Regionen: Schweiz, Romandie
Die Personalkommission von Tamedia fordert nach dem Anfang Oktober angekündigten Stellenabbau einen Kündigungsstopp und ein Konsultationsverfahren für die Redaktionen. In einem Protestbrief an CEO Jessica Peppel-Schulz, Geschäftsleitung, Verwaltungsrat und Chefredaktion kritisiert sie das aus ihrer Sicht überstürzte Vorgehen. Der Zeitplan sei kurzfristig vorgezogen worden; selbst Tagesanzeiger-Chefredaktorin Raphaela Birrer und die Personalkommission seien überrascht worden. Unverständlich sei, dass in der Romandie ein Konsultationsverfahren stattfinde, nicht jedoch in der Deutschschweiz. Die Unsicherheit und der psychische Druck beeinträchtigten die journalistische Qualität. Tamedia erklärt, die Entscheide seien getroffen und Personalvertretungen sowie Sozialpartner vorgängig informiert worden. Man habe die Unsicherheit nicht verlängern wollen. Die individuellen Gespräche mit den Betroffenen sollen bis Ende Oktober abgeschlossen werden. Insgesamt werden 34 Vollzeitstellen abgebaut, betroffen sind 41 Mitarbeitende. Rund 75 Prozent der Stellen entfallen auf die Deutschschweiz, rund 25 Prozent auf die Westschweiz.