Themen: KI/Digital, Wirtschaft/Finanzen, Gesellschaft
Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur
Rund 400 Tamedia-Angestellte, Medienschaffende anderer Häuser, Leserinnen und Leser demonstrierten in Zürich gegen den angekündigten Abbau von über 40 Stellen, die mehrheitlich die Publizistik betreffen. Die Belegschaft kritisiert, dass die Geschäftsleitung vorab nicht informiert habe und keine Verhandlungen führen wolle. In einem gemeinsamen Communiqué verlangen Redaktionen aus Bern, Basel, Zürich, Lausanne und Genf personelle Konsequenzen in der Führung, einen sofortigen Kündigungsstopp, ein Konsultationsverfahren auch in der Deutschschweiz sowie die Berücksichtigung freiwilliger Abgänge. Zudem fordern sie Investitionen in menschlich gemachten Journalismus statt Sparmassnahmen durch KI. Die Redaktionen argumentieren, Leserinnen und Leser misstrauten KI-generierten Inhalten und seien nicht bereit, dafür zu zahlen. Wenige Stunden nach der Kundgebung sollen erste Kündigungen telefonisch ausgesprochen worden sein. Trotz Frustration kündigt die Belegschaft weitere Versammlungen an.