Themen: Migration/Asyl, Innen-Politik
Regionen: International, Europa, Afrika
Tausende Migranten, fast ausschliesslich junge Männer, sind von Marokko aus in die spanische Exklave Ceuta gelangt. Sie umschwammen den Grenzzaun im Meer oder überkletterten teilweise die Grenzanlagen. Die spanische Regierung kündigte zur Bewältigung der Lage einen Militäreinsatz an und verlegte unter anderem 60 Soldaten sowie ein Militärschiff nach Ceuta. Regierungschef Pedro Sánchez und Innenminister Fernando Grande-Marlaska wollten ebenfalls anreisen. Nach Angaben der Guardia Civil überquerten Tausende Menschen die Grenze; genaue Zahlen seien nicht möglich. Mindestens neun Menschen starben bei Tumulten. Die Behörden verwiesen auf ein Urteil des spanischen Obersten Gerichts: Über das Meer eintreffende Migranten dürfen nicht ohne ordentliches Verfahren sofort zurückgeschickt werden. Ceuta gilt als wichtiger, aber gefährlicher Zugangspunkt nach Europa. Für die Umgehung der Sperranlagen müssen Menschen teils fast vier Stunden schwimmen; wiederholt ertrinken Migranten.