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The EU invited the Taliban to Brussels

European Correspondent
The EU invited the Taliban to Brussels

Themen: Migration/Asyl, Geopolitik, Gesellschaft

Regionen: International, Westasien, Europa

Die EU hat in Brüssel fünf Vertreter der Taliban empfangen, um mögliche Abschiebungen afghanischer Staatsangehöriger zu besprechen. Im Zentrum standen Verfahren zur Identifizierung von Afghaninnen und Afghanen sowie Reisedokumente. Die Delegation erhielt für Belgien nur ein 24-Stunden-Visum und wurde nicht in einem EU-Institutionsgebäude empfangen. Bereits im Januar hatten EU-Vertreter erste Gespräche in Kabul geführt. Die Kontakte folgen auf die Anwendung des EU-Migrations- und Asylpakts sowie auf die Abstimmung über die Rückführungsverordnung. Mehrere Mitgliedstaaten verlangen einen EU-weiten Mechanismus für Rückführungen nach Afghanistan. Deutschland hat bereits Abschiebungen aufgenommen, Österreich ebenfalls. Ein UN-Bericht hält fest, dass Rückkehrende mit Verhaftungen, Folter und Misshandlungen rechnen mussten. Die Gespräche bedeuten keine offizielle Anerkennung der Taliban-Regierung, gegen einzelne mit ihr verbundene Personen bestehen weiterhin EU-Sanktionen. Die Taliban werden wegen schwerer Menschenrechtsverletzungen kritisiert; 2025 stellten Afghaninnen und Afghanen die grösste Gruppe der Asylsuchenden in der EU.

europeancorrespondent.com

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