Themen: Ungleichheit, Migration/Asyl, Wirtschaft/Finanzen
Regionen: Schweiz, Wallis/Graubünden
Walliser Winzer beschäftigen Erntehelfer laut Gesprächen des K-Tipp zu sehr niedrigen Löhnen. Die Recherche führte im September während zwei Tagen durch Rebberge im Wallis. Erfahrene Erntehelfer erhalten demnach 17 Franken pro Stunde, Unerfahrene teilweise nur 13 oder 14 Franken. Nach Abzügen verbleiben netto lediglich 10 bis 11 Franken pro Stunde. Für solche Bedingungen arbeiten häufig Menschen aus afrikanischen Ländern, darunter Senegal und Kamerun. Arbeitskräfte aus Portugal oder Polen seien zu diesen Löhnen weniger anzutreffen. Die Lohnunterschiede betreffen damit insbesondere unerfahrene und migrantische Saisonarbeitskräfte bei der Weinlese.