Themen: Gesundheit, Wirtschaft/Finanzen
Regionen: Schweiz, Zentralschweiz
Die enzootische Pneumonie trifft den Kanton Luzern besonders stark: Rund 1200 Zuchtschweine und Jungtiere sind betroffen, entsprechend 80 Prozent der schweizweit erfassten Tiere. Landesweit betrifft der Ausbruch 20 Zuchtbetriebe in sechs Kantonen; 1500 Zuchtschweine samt Ferkeln müssen die Betriebe verlassen. In Luzern setzen elf Zucht- und 16 Mastbetriebe kantonale Massnahmen um. Dazu gehören Sperren und besondere Vorgaben für den Tierverkehr, damit sich die Bakterien nicht weiter verbreiten. Die betroffenen Zuchtbetriebe räumen sämtliche Ställe; bis voraussichtlich 2. Oktober sollen die restlichen Bestände folgen. Tiere werden geschlachtet oder, falls dies nicht möglich ist, tierschutzkonform eingeschläfert. Nach Reinigung und Desinfektion kontrolliert der Veterinärdienst die Ställe, bevor Bestände neu aufgebaut werden können. Die Ursache des Eintrags ist weiterhin unklar. Für behördlich getötete oder entsorgte Tiere leistet die Luzerner Tierseuchenkasse Entschädigungen. Für Menschen besteht keine Gefahr.