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Tod in Tuggen

Infosperber
Tod in Tuggen

Themen: Gesellschaft, Innen-Politik

Regionen: Schweiz, Zentralschweiz

Nach einer Afterparty im Konzertlokal Bandits in Tuggen ist ein 27-jähriger Deutscher ums Leben gekommen. Ein 42-Jähriger, der der Neonazi-Gruppe Blood & Honour angehören soll, befindet sich wegen vorsätzlicher Tötung in Untersuchungshaft; es gilt die Unschuldsvermutung. Zeugenaussagen zufolge sollen vier Neonazis am Konzert gepöbelt und Hitlergrüsse gezeigt haben, bevor der Mann starb. Der Fall verweist auf die seit Jahren gewaltbereite rechtsextreme Szene in der Innerschweiz und am oberen Zürichsee, wo Blood & Honour als Hochburg gilt. Der mutmassliche Täter gehört altersmässig zur älteren Naziskin-Generation, deren Vorgehen von Strassenkampf und Gewalt geprägt war. Jüngere Identitäre verfolgen laut Darstellung häufiger eine Strategie über Videos und politische Einflussnahme. Bestätigen sich die Vorwürfe, wäre Tuggen das erste öffentlich bekannte Todesopfer rechtsextremer Gewalt in der Schweiz seit den Fällen, die Jürg Frischknecht für die Zeit bis 1991 dokumentierte.

www.infosperber.ch

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