Themen: Gesellschaft, Bildung
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt
Für Kinder, die andere mobben, gibt es kein einheitliches Profil. Dennoch beobachten Fachleute wiederkehrende Situationen: Laut Anne-Florence Débois von Pro Juventute Suisse romande versuchen manche Kinder, durch Dominanz ihren Status zurückzugewinnen, Kontrolle auszuüben und in der Gruppe wahrgenommen zu werden. Der Kinderpsychiater Rémy Barbe von der Maison de l’enfance et de l’adolescence der Genfer Universitätsspitäler teilt diese Einschätzung. Für manche sei es besser, negativ aufzufallen, als gar nicht wahrgenommen zu werden. Da negatives Verhalten gerade online leicht Aufmerksamkeit erhalte, könne es sogar attraktiv erscheinen. Auch Schwierigkeiten im Umgang mit Gefühlen oder selbst erlebte Gewalt können laut Barbe eine Rolle spielen.