Themen: Klima&Energie, Reisen & Ferne Welt, Ungleichheit
Regionen: International, Europa
Steigende Sommerhitze veranlasst mehr Europäerinnen und Europäer, Ferien in kühlere nordeuropäische Länder zu verlegen. Nach Daten von SAS stiegen Buchungen aus Kontinentaleuropa nach Skandinavien im Juli und August gegenüber dem Vorjahr um 35 Prozent; Dänemark verzeichnete plus 60 Prozent, Norwegen plus 25 und Schweden plus 20 Prozent. Mehr als drei Viertel der Europäer beziehen klimatische Faktoren in Reiseentscheide ein. Extreme Hitze und Dürren belasten zugleich bisher beliebte Reiseziele: Flusskreuzfahrten auf Rhein, Mosel und Donau waren während zweieinhalb Monaten von tiefen Wasserständen, Änderungen und Stornierungen betroffen. Der Geograf Harald Sterly warnt, Mobilität als Anpassung an die Klimakrise könne zur Frage des Einkommens werden. Wohlhabende Haushalte könnten Reiseziele wechseln, zeitweise wegziehen oder Wohnungen kühlen; ärmere und verletzliche Gruppen hätten weniger Möglichkeiten. Er fordert hitzeresiliente Wohnungen, Begrünung, Schatten sowie Gesundheits- und Arbeitsschutz.