Themen: Wirtschaft/Finanzen
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt
Die Temporärarbeit in der Schweiz hat sich im dritten Quartal belebt. Die geleisteten Arbeitsstunden stiegen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 3,9 Prozent, wie der Branchenverband Swissstaffing mitteilt. Vermittlungen in unbefristete Stellen gingen weiterhin zurück, allerdings nur noch um 5,5 Prozent. Im Juli hatte das Minus noch 9,3 Prozent betragen, im September 2,3 Prozent. Swissstaffing-Chefökonom Marius Osterfeld sieht im gleichzeitigen Anstieg der Temporärvermittlung und der sich verbessernden Entwicklung bei Festanstellungen ein Signal für eine Erholung des Arbeitsmarkts. Den Wendepunkt erwartet er im vierten Quartal, trotz Meldungen über Entlassungen und Firmenschliessungen. Als Stützen nennt der Verband eine robuste Bauwirtschaft, die stabile Binnennachfrage bei vergleichsweise niedriger Inflation sowie einen schwächeren Franken für exportorientierte Unternehmen. Zudem hätten Firmen Investitionen in künstliche Intelligenz, Digitalisierung sowie Forschung und Entwicklung aufgeschoben.