Prometheus: Der unabhängige Medienspiegel der Schweiz

Seite wird geladen …

Zum Inhalt springen
Zurück zur Übersicht

Träume und Realitäten zur Tragödie des Ukraine-Krieges

Journal21
Träume und Realitäten zur Tragödie des Ukraine-Krieges

Themen: Ukraine Krieg, Kultur/Feuilleton, Geopolitik

Regionen: International, Russland/Eurasien, Europa

Christiane Hoffmanns Buch «Die Träume, die wir hatten» verbindet persönliche Erinnerungen an das spätsowjetische Leningrad, die ukrainische Unabhängigkeit von 1991 und ihre spätere Arbeit in Moskau mit der Trauer um eine enge Freundin, die Suizid beging. Im Zentrum steht die Frage, ob Russlands Entwicklung zur nationalistischen Diktatur unter Putin und der Angriffskrieg gegen die Ukraine hätten verhindert oder zumindest beeinflusst werden können. Hoffmann diskutiert dabei die Nato-Osterweiterung, einen ausgebliebenen Marshallplan für postsowjetische Staaten und die Idee einer gemeinsamen Sicherheitsarchitektur. Zugleich hält sie fest, dass die osteuropäischen Staaten aus eigenem Sicherheitsbedürfnis in die Nato drängten und Putin mit seinem Essay über die historische Einheit von Russen und Ukrainern den Krieg ideologisch begründet habe. Der Rezensent würdigt die anschaulichen Erfahrungen und Facetten der russischen und ukrainischen Geschichte, vermisst aber eindeutige Antworten auf die politischen Ursachen.

Journal21

Zum Originalartikel