Themen: Umwelt, Gesundheit
Regionen: Schweiz, Ostschweiz
Ein Test des Konsumentenmagazins «K-Tipp» hat in allen 15 untersuchten Schweizer Vollmilchproben PFAS-Chemikalien nachgewiesen. Auch sämtliche sieben Bio-Produkte enthielten PFOS, PFOA oder TFA. Eine Bio-Milch aus einer Ostschweizer Molkerei wies mit 12 Nanogramm pro Kilogramm den höchsten PFOS-Wert auf; eine weitere Bio-Milch enthielt 3 Nanogramm PFOA. Für PFAS in Milch bestehen in der Schweiz und in der EU keine Grenzwerte. Als Orientierung nennt der Beitrag einen EU-Richtwert von 20 Nanogramm PFOS pro Kilogramm Milch und 10 Nanogramm PFOA. Keine Probe überschritt den PFOS-Wert. Auffällig hoch belastete Proben stammten jedoch oft aus der Ostschweiz, während Milch aus Bern, Freiburg und Graubünden weniger Chemikalien enthielt. Eine Untersuchung der Kantonschemiker hatte zuvor in Appenzell Ausserrhoden bei jedem dritten geprüften Betrieb PFAS-Werte über EU-Richtwerten festgestellt. Betroffene 67 Betriebe sollen die Ursachen abklären. Als mögliche Ursache nennt der Bauernverband frühere Klärschlamm-Düngungen.