Themen: Sport, Geopolitik
Regionen: International, Nordamerika
Gianni Infantino steht während des in den USA ausgetragenen Fussballturniers in der Kritik, weil die Fifa die Sperre gegen den amerikanischen Stürmer Folarin Balogun nach dessen roter Karte im vorherigen Spiel aufgehobenen haben soll. Kritiker, darunter der frühere Fifa-Präsident Sepp Blatter, werten den Entscheid als Nachgeben gegenüber US-Präsident Donald Trump. Blatter warnt, der Fussball dürfe nicht zum Instrument politischer Machtinteressen werden. Das Turnier selbst rückt sportlich Norwegen ins Zentrum: Erling Haaland soll Brasilien praktisch im Alleingang ausgeschaltet haben. Die als «goldene Generation» gefeierten Norweger begeistern mit einem gemeinschaftlichen Ruderritual und werden als grosse Attraktion des Wettbewerbs dargestellt. Die Schweizer Nationalmannschaft trifft als Nächstes auf Kolumbien. Ein Sieg würde sie neben Norwegen zu einem prägenden Team des milliardenschweren Turniers machen. Zusätzliche Kommerzunterbrüche hätten die wachsende Begeisterung für die Spiele bislang nicht gebremst.