Themen: Umwelt, Innen-Politik
Regionen: International, Europa
Die Staatsanwaltschaft Dortmund ermittelt gegen mehr als 40 Personen wegen mutmasslich illegaler Entsorgung kontaminierter Böden und weiterer Abfälle in Nordrhein-Westfalen. Ein Kiesbetrieb in Kamp-Lintfort soll 2024 ohne Genehmigung rund 2'100 Tonnen belasteten Boden von einer Deutschen-Bahn-Grossbaustelle in Dortmund angenommen haben. Der Standort ist bereits die dritte Kiesgrube der Stadt, die wegen Lieferungen von dieser Baustelle untersucht wird. Auf dem früheren Güterbahnhof in Dortmund entsteht ein ICE-Werk; ein Gutachten weist im Boden unter anderem das seit 1990 verbotene Herbizid Ethidimuron nach. In der Kiesgrube fanden Behörden erhöhte Herbizidrückstände, darunter Ethidimuron und Ampa, sowie geringfügige Schwermetallüberschreitungen. Ein Gutachter klärt, ob und wo Material abgelagert wurde. Zusätzlich steht der Verdacht im Raum, Reststoffe aus Gleisschotter-Recycling seien illegal entsorgt worden. Firmen bestritten teilweise Verbindungen oder äusserten sich nicht. Die Bahn verweist auf Entsorgungsnachweise und das laufende Verfahren.