Themen: Wirtschaft/Finanzen
Regionen: International, Nordamerika
Die US-Notenbank hat den Leitzins erstmals seit 2023 erhöht. Er liegt nach einem Anstieg um einen Viertelprozentpunkt neu zwischen 3,75 und 4 Prozent, nachdem er zuvor 3,5 bis 3,75 Prozent betragen hatte. Präsident Donald Trump hatte Fed-Chef Kevin Warsh öffentlich zu einer Zinssenkung gedrängt. Als Grund für den gegenteiligen Entscheid gilt die anziehende Inflation. Die offiziellen Inflationszahlen liegen bei 3,4 Prozent, doch insbesondere die Treibstoffpreise steigen deutlich: US-Autofahrer zahlen an der Zapfsäule laut Darstellung 27 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. In Kalifornien kostet Diesel bereits 8 Dollar je Gallone, rund 30 Prozent mehr als im US-Durchschnitt und über 60 Prozent mehr als vor einem Jahr. Höhere Energie- und Transportkosten können über Spediteure, Handel und Supermärkte an Konsumenten weitergegeben werden. Auch die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen von über 5 Prozent deutet auf Erwartungen dauerhaft höherer Zinsen hin.