Themen: Wirtschaft/Finanzen
Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur
Die UBS entschädigte laut Angaben rund 3000 Kunden ihres Schweizer Private Bankings für Verluste aus US-Dollar-Derivaten mit gegen 90 Prozent des Schadens; die Kosten sollen 50 Millionen Franken betragen haben. Die Produkte, sogenannte Range Target Payout Forwards, versprachen regelmässige Auszahlungen, bargen aber bei starken Wechselkursbewegungen hohe Risiken und Nachschusspflichten. Im April 2025 gerieten Kunden nach dem Einbruch des Dollars unter Druck und lösten Positionen teils mit Verlust auf. Die Bank machte in ihrer internen Untersuchung sieben Kundenberater und Produktspezialisten verantwortlich, vor allem aus Zürich und der Ostschweiz. Mehrere Betroffene fechten ihre Kündigungen als widerrechtlich an. Ein Insider kritisiert, dass Führungskräfte des Schweizer Private Bankings sowie das FX-Sales-Team der Investmentbank nicht belangt worden seien. Die Derivate seien seit 2022 wiederholt durch Restrukturierungen stabilisiert worden, wodurch Kunden noch stärker in riskanten Positionen gefangen gewesen seien.