Themen: Wirtschaft/Finanzen, CH-Politik
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt
UBS-Chef Sergio Ermotti lehnt die vom Ständerat beschlossenen strengeren Kapitalanforderungen für systemrelevante Banken ab. Nach dem Entscheid müsste UBS ausländische Tochtergesellschaften zu 90 Prozent mit hartem Kernkapital CET1 unterlegen. Ermotti bezeichnet dies als übermässige Verschärfung bereits strenger Schweizer Vorgaben und warnt vor Folgen für Wettbewerbsfähigkeit, Finanzstabilität und Steuerzahlerschutz. Die zuständige ständerätliche Kommission hatte eine je hälftige Unterlegung mit CET1 und AT1-Anleihen vorgeschlagen; auch diese Variante wäre laut Ermotti kostspielig, aber ausgewogener. Als nächsten Schritt befasst sich der Nationalrat mit der Vorlage. Die Bank will keine Notfallpläne öffentlich diskutieren und ihr diversifiziertes globales und regionales Geschäftsmodell vorerst nicht ändern. Laut Ermotti könnten die Regeln Ende 2027 oder erst 2028 in Kraft treten und würden über mehrere Jahre gestaffelt umgesetzt. Eine Aktualisierung der mittelfristigen Finanzplanung ist für Februar 2027 vorgesehen.