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Jetzt untersucht Terre des Hommes medizinische Experimente an Kindern

beobachter.ch
Jetzt untersucht Terre des Hommes medizinische Experimente an Kindern

Themen: Gesellschaft, Gesundheit

Regionen: Schweiz, Romandie

Terre des Hommes hat drei Wissenschaftlerinnen beauftragt, Vorwürfe über medizinische Praktiken an Kindern in der Schweiz zu untersuchen. Laut dem Forschungsbericht «Mutter unbekannt» und Dokumenten wurden Adoptivkinder aus Korea, Indien und weiteren Ländern bei ihrer Ankunft in der Schweiz systematisch in Quarantäne gebracht. Während Spitalaufenthalten sollen auch gesunde Kinder untersucht worden sein; Blut und andere Körpersekrete seien teilweise für pharmazeutische Tests verwendet worden. Zugleich brachte das Hilfswerk in den 1960er- und 1970er-Jahren herzkranke Kinder aus armen Ländern für damals hochexperimentelle Operationen am offenen Herzen in die Schweiz. Dabei kam es wiederholt zu Todesfällen; beteiligte Ärzte sassen auch im Leitungsausschuss des Hilfswerks. Politische Vorstösse in Genf, Waadt, Wallis und im Nationalrat verlangten Aufklärung. Die von Chiara Boraschi geleitete Vorstudie prüft zunächst die Archivlage und wurde wegen ihres Umfangs bis Ende Jahr verlängert. Terre des Hommes verspricht eine unabhängige Untersuchung und die vollständige Veröffentlichung des Berichts.

www.beobachter.ch

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