Themen: KI/Digital, Wirtschaft/Finanzen
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt
UBS hat nach einer Pilotphase seit dem Sommer KI-gestützte Werkzeuge für die Kundenberatung schweizweit eingeführt. Die Lösung bündelt Informationen aus verschiedenen Bankanwendungen, etwa frühere Kontakte, Anliegen, Beschwerden, Ziele und offene Punkte. Beraterinnen und Berater sollen dadurch weniger Zeit für administrative Vorbereitung benötigen und sich stärker auf die inhaltliche Beratung konzentrieren können. Die Bank will zudem besser erkennen, wann bei Kunden ein Beratungsbedarf entstehen könnte, beispielsweise bei Wohneigentum, Ausbildungskosten oder Vorsorge. Ein interaktives Tool passt sich laut UBS dem Verlauf eines Gesprächs an und stellt relevante Daten zusammen. KI soll Informationen aufbereiten und Zusammenhänge sichtbar machen, aber keine Anlageempfehlungen erteilen. Diese blieben beim Fachpersonal, während Kundinnen und Kunden entscheiden. Auch Hypothekarverlängerungen und der Chatbot sind in die Digitalisierung eingebunden. Bestehende Hypotheken könnten online innerhalb von fünf Minuten verlängert werden. Der Chatbot steht laut UBS 1,8 Millionen Kunden zur Verfügung; bei Übergaben erhalten Mitarbeitende eine Zusammenfassung. Ob die Neuerungen die Kundenzufriedenheit dauerhaft erhöhen, soll anhand von Befragungen geprüft werden.