Themen: Wirtschaft/Finanzen, CH-Politik
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt
Führungskräfte der UBS, darunter Sergio Ermotti, haben laut Offenlegungen der Schweizer Börse seit Jahresbeginn Aktien der Bank im Wert von rund 28 Millionen Franken verkauft. Allein im August sollen die Verkäufe 7,7 Millionen Franken erreicht haben. Dies geschieht vor dem Hintergrund eines seit Frühling deutlich gestiegenen UBS-Aktienkurses. Der Beitrag verknüpft die Verkäufe mit dem politischen Streit über höhere Eigenkapitalvorgaben für die Grossbank. Eine Ständeratskommission verlangt demnach kein zusätzliches Kernkapital, während die UBS neue AT1-Schulden von über 16 Milliarden Dollar aufnehmen soll. Kritisiert wird, dass die Bank mit geringem Eigenkapital höhere Risiken im Investment Banking eingehen könne. Die UBS weist offiziell eine Leverage Ratio von 4,4 Prozent aus; der Beitrag errechnet anhand der Gesamtaktiven 4,2 Prozent und vergleicht dies mit höheren Werten bei grossen US-Banken. Zudem wird auf den wachsenden Anteil des Investment Bankings an den risikogewichteten Aktiven und auf den Rechtsstreit um abgeschriebene CS-AT1-Anleihen verwiesen.