Themen: Gesundheit, Innen-Politik
Regionen: Schweiz, Basel/NWCH
Die Polizei Basel-Landschaft hat bei einer Hausdurchsuchung in Pratteln über 3'200 Injektionsfläschchen mit illegal importierten Peptiden sichergestellt. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft handelt es sich um den bislang grössten Fund dieser Art in der Schweiz. Die Durchsuchung erfolgte im September 2026 in der Privatwohnung einer 38-jährigen Frau und eines 34-jährigen Mannes. Zudem beschlagnahmten die Behörden Spritzen, Verpackungsmaterial und Etiketten. Welche Wirkstoffe die Fläschchen enthalten, ist noch nicht bekannt. Peptide sind kurze Aminosäureketten; gewisse Präparate werden mit Muskelaufbau, Leistungssteigerung oder Gewichtsverlust verbunden. Die Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft führt eine Strafuntersuchung wegen des Verdachts auf Widerhandlungen gegen das Sportförderungs- und das Heilmittelgesetz. Der Fall steht im Zusammenhang mit einer schweizweiten Aktion von Swissmedic, dem Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit sowie Swiss Sport Integrity. Bei Produkten aus unkontrollierten Online-Kanälen seien Herkunft, Lagerung und Zusammensetzung oft unklar. Es gilt die Unschuldsvermutung.