Themen: Migration/Asyl, Wirtschaft/Finanzen, Bildung
Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur
Im Kanton Zürich sind 51,4 Prozent der erwachsenen Geflüchteten aus der Ukraine erwerbstätig. Damit übertrifft der Kanton den vom Bundesrat festgelegten Zielwert von 50 Prozent. Der Kanton führt die Entwicklung auch auf eine ausgebaute Förderung zurück: 2116 Personen mit Schutzstatus S erhielten im vergangenen Jahr Integrationsförderung, rund 39 Prozent mehr als im Vorjahr. Im Asyl- und Flüchtlingsbereich stieg die Zahl der geförderten Personen auf 1624. Eine Arbeitsstelle bedeutet jedoch nicht zwingend wirtschaftliche Selbstständigkeit. Einige Erwerbstätige beziehen weiterhin Sozialhilfe, zudem gibt es vergleichsweise viele Stellenwechsel. Deutschkenntnisse bleiben für die Arbeitsmarktintegration zentral. 4417 Personen aus dem Asyl- und Flüchtlingsbereich besuchten im vergangenen Jahr einen Deutschkurs. Bei Ukraine-Geflüchteten ging die Teilnahme zurück, da viele inzwischen ein solides Sprachniveau erreicht haben. Nun geht es verstärkt um Anerkennung von Abschlüssen, Einordnung von Qualifikationen und berufliche Netzwerke.