Themen: Ukraine Krieg, Krieg&Frieden, Technologie
Regionen: International, Russland/Eurasien, Europa
Russische Jet-Drohnen, Raketen und wiederholte Luftalarme bestimmen den Alltag in Kyjiw. Während die Front nach Einschätzung eines Gesprächspartners weitgehend stagniert, greift Russland zunehmend zivile Infrastruktur an: Märkte, Tankstellen, Medienhäuser, Energieanlagen, Züge und Busse. Am 27. August galt in der Hauptstadt laut dem Medium Texty während 14 Stunden Luftalarm. Der Bahnbetreiber Ukrsalisnyzja meldet seit Kriegsbeginn die Zerstörung von rund 500 Lokomotiven, der Grossteil davon in diesem Jahr. Bei einem Angriff auf einen Vorortzug in der Region Charkiw wurden zwei Menschen verletzt. Nahe der polnischen Grenze traf eine Drohne den Kyjiw-Express; zuvor hatten Sonderzüge mit Boris Johnson und David Petraeus den Ort passiert. Schulen, Geschäfte, Verkehr und Arbeit werden durch Alarme beeinträchtigt. Für den Winter rechnen Experten mit verschärften Angriffen auf Strom-, Wasser- und Wärmeversorgung. Laut einer Gradus-Umfrage wären 40 Prozent der Ukrainer bei Ausfällen bereit, in eine andere Region umzuziehen.