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Umweltdesaster: Wie können wir das Risiko abschätzen?

Frutiglaender
Umweltdesaster: Wie können wir das Risiko abschätzen?

Themen: Umwelt, Klima&Energie

Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt

Naturgefahren treffen die Schweiz wegen ihrer Gebirge und Gewässer besonders stark; wachsende Siedlungen und Infrastrukturen erhöhen das Schadenspotenzial. Der Klimawandel dürfte Starkniederschläge und Trockenperioden verstärken sowie Schäden in bisher weniger betroffenen Gebieten und Jahreszeiten begünstigen. Laut Bundesamt für Umwelt verursachten Hochwasser, Murgänge, Rutschungen und Sturzprozesse zwischen 1972 und 2024 im Durchschnitt jährlich Schäden von rund 321 Millionen Franken; über 90 Prozent davon entfielen auf Hochwasser und Murgänge. Schutzmassnahmen können deren Folgen begrenzen. Trockenheit gefährdet Landwirtschaft, Ökosysteme und Wälder und erhöht die Waldbrandgefahr. Auch Stürme, Hagel und Tornados können erhebliche Sachschäden verursachen. Erdbeben haben das grösste Schadenspotenzial und können überall auftreten: Für Beben der Stärke 5 bis 6 in den nächsten 50 Jahren wird ein Risiko von 80 Prozent genannt, das viele Menschen unterschätzen. Bei Rutschungen, Felsstürzen und Lawinen sind besonders häufig Todesopfer zu beklagen.

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