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Unsichtbare Behinderungen berücksichtigen

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Unsichtbare Behinderungen berücksichtigen

Themen: Gesellschaft, Gleichstellung, Kultur

Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt

In der Schweiz leben rund 1,8 Millionen Menschen mit einer Behinderung; nach internationalen Schätzungen sind 70 bis 80 Prozent der Behinderungen nicht sichtbar. Dazu gehören psychische Erkrankungen, Autismus, ADHS, Hirnverletzungen, chronische Schmerzen, Epilepsie und Fatigue. Jörg Fidorra fordert, Barrierefreiheit nicht auf bauliche Hindernisse zu beschränken, sondern sensorische, psychische und kognitive Bedürfnisse verbindlich einzubeziehen. Kultur-, Freizeit- und Sporteinrichtungen sollen verständlich über Lärm, Licht, Besucheraufkommen, Sitzplätze und Rückzugsmöglichkeiten informieren. Vorgesehen sind Ruhezonen, Möglichkeiten zum zeitweisen Verlassen und Wiedereintritt bei Veranstaltungen sowie regelmässige reizarme Angebote. Fidorra verlangt zudem flexible oder vergünstigte Tickets für Betroffene und Begleitpersonen, digitale und hybride Teilnahmeformen sowie Schulungen des Personals. Menschen mit unsichtbaren Behinderungen sollen an Planung, Umsetzung und Evaluation von Angeboten mitwirken. Öffentliche Sensibilisierung soll Vorurteile abbauen und Selbstbestimmung sowie gesellschaftliche Teilhabe stärken.

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