Themen: Gesundheit
Regionen: Schweiz, Basel/NWCH
Die Universitären Psychiatrischen Kliniken Basel haben nach Berichten über mutmasslich weitgehend selbstständig durchgeführte ADHS-Abklärungen durch Praktikantinnen und Praktikanten eine externe Untersuchung angeordnet. Laut dem Bericht sollen diese über Jahre Abklärungen vorgenommen haben; die damals leitende, inzwischen pensionierte Psychologin habe die Berichte anschliessend nur noch unterzeichnet. Die UPK erklärten zunächst, ihnen seien nach ihrem damaligen Kenntnisstand keine Fehldiagnosen bekannt. Der Verwaltungsrat will nun die Fragen lückenlos klären lassen. Geprüft werden sollen die konkreten Abläufe der Erwachsenenpsychiatrie an der Kornhausgasse, die Qualität der Diagnosen und die Abrechnungspraxis. Die Geschäftsleitung unterstützt den Entscheid. Die UPK entschuldigen sich und richten für Personen mit Fragen zu ihrer ADHS-Beratung oder Diagnosestellung eine Anlaufstelle ein. Für die ADHS-Sprechstunde kann gemäss UPK eine Wartezeit von mehreren Monaten entstehen.