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US-Einmischung entschied wohl die Präsidentenwahl in Kolumbien

Infosperber
US-Einmischung entschied wohl die Präsidentenwahl in Kolumbien

Themen: Partei-Politik, Demokratie, Geopolitik

Regionen: International, Nordamerika, Südamerika

Der rechtskonservative Abelardo de la Espriella hat die kolumbianische Präsidentenwahl äusserst knapp gegen den linken Senator Iván Cepeda gewonnen. Bei rund 25 Millionen abgegebenen Stimmen hätten laut Bericht 130’000 anders abgegebene Stimmen den Wahlausgang verändert. Eine zentrale Rolle spielten Auslandskolumbianer: Von 179’841 Teilnehmenden in den USA votierten rund 144’000 beziehungsweise 80 Prozent für de la Espriella. Insgesamt stimmten zwei Drittel der 590’000 im Ausland Wahlberechtigten für ihn. US-Präsident Donald Trump unterstützte den Kandidaten öffentlich, republikanische Kongressmitglieder riefen ebenfalls zu dessen Wahl auf. Wenige Tage vor der Wahl nahm die US-Immigrationsbehörde zudem den kolumbianischen Aktivisten Beto Coral fest, der in den USA für Cepeda geworben hatte; ein von Marco Rubio unterzeichnetes Memo wirft ihm politische Aktivitäten vor. De la Espriella besitzt neben der kolumbianischen auch die US- und italienische Staatsbürgerschaft. Juristen hatten wegen seines US-Einbürgerungseids vor einem möglichen Loyalitätskonflikt gewarnt.

Infosperber

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