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Verbot landet in Schublade: Konversionstherapien bleiben in Zürich vorerst erlaubt

TSRI
Verbot landet in Schublade: Konversionstherapien bleiben in Zürich vorerst erlaubt

Themen: CH-Politik, Gleichstellung

Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur

Die Geschäftsleitung des Zürcher Kantonsrats hat einen Vorstoss für ein Verbot von Konversionstherapien sistiert. Über die von SP, Grünen, AL, GLP und Mitte eingereichte Vorlage wird damit vorerst weder im Rat debattiert noch abgestimmt. Das Gesetz sollte Behandlungen untersagen, die sexuelle Orientierung oder Geschlechtsidentität verändern sollen. Laut einer Studie der Universität Bern war jede zehnte homosexuelle und jede sechste trans Person in der Schweiz solchen Praktiken ausgesetzt. Die Lesbenorganisation Schweiz, HAZ – Queer Zürich, Transgender Network Schweiz und Pink Cross kritisieren die Verzögerung und lancieren eine Petition. Auch linke Parteien werfen konservativen Kräften vor, einer Debatte auszuweichen; die Grünen sprechen von einem wahltaktischen Manöver vor den kantonalen Wahlen 2027. Bundesweit bleibt ein Verbot offen: Der Bundesrat zeigte sich im September dafür offen, während der Nationalrat 2024 dagegen war.

tsri.ch

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