Themen: Gesundheit, Umwelt
Regionen: International, Europa
Foodwatch hat 64 Reis-, Tee- und Gewürzprodukte aus mehreren EU-Ländern auf Pestizidrückstände untersucht. In 45 Proben fanden die Labore insgesamt 27 Wirkstoffe, die in der Europäischen Union nicht zugelassen sind. Besonders stark betroffen waren Gewürze: Alle getesteten Proben von Paprika, Chili und Kreuzkümmel enthielten mindestens ein verbotenes Pestizid. Im Rewe Chili Mix lag Chlorfenapyr beim 61-Fachen des üblichen Grenzwerts von 0,1 Milligramm pro Kilogramm. In Kreuzkümmel von Albert Heijn und Lidl wurde Flamprop mit bis zum 387-Fachen des Grenzwerts nachgewiesen. Von 14 Grün- und Weisstees enthielten 13 verbotene Pestizide, während Schwarztees teils rückstandsfrei waren. Bei 19 Reisprodukten waren zehn frei von nachweisbaren Rückständen. Das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung sieht wegen üblicherweise geringer Gewürzmengen keine akute Gesundheitsgefahr, erklärte aber zwei Produkte für nicht verkehrsfähig.